Frühchenwunder

Ihr nennt es Chaos? Wir nennen es Normal!

Die Sache mit dem richtige schlafen…..

Schlafen ist bei Babys ja immer so eine Sache. Entweder man hat ein Kind, das von Anfang an super und viel schläft, oder es ist sehr unruhig und schläft so gut wie nie…   bei Frühchen ist das ja so eine Sache….. mmmhhh!!!

20160415_221633

Naja, wo fange ich da mal an??

Wie ihr ja wisst, ist unsere Lilly seit Februar Zuhause. Anfangs hat sie sehr viel geschlafen, egal wo und wann.

Vor ca. zwei Monaten hat sich das Schlafverhalten von Lilly verändert, so das ich versucht habe etwas Struktur in die Sache zu bekommen. Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich was ich mit Struktur meine, oder?? Es ist so: Ich musste einen Weg finden, beide Kinder Abends alleine und ruhig in Bett zu bringen, da mein Mann beruflich bedingt oft nicht Zuhause ist. So weit, so gut?

20160201_10370720160131_133649

 

Nein!!!!

Es war eine absolute Katastrophe! Lilly hat gebrüllt und lies sich absolut nicht beruhigen, wenn Sie in ihrem Beistellbett lag. Ich war absolut überfordert und wusste mir nicht zu helfen und suchte Rat. Ich habe unzählige Foren im Internet durchforstet, mir Bücher gekauft usw. Einer der Lektüren (Den Namen möchte ich hier nicht nennen) hat mich geschockt. Ich soll mein Kind weinen lassen und in gewissen Abständen zu ihr gehen und sie beruhigen. Nein, das war für uns keine Option. Ich persönlich halte absolut nichts von schreien lassen. Ich finde, kein Kind der Welt schreit einfach so, es hat immer einen Grund.

So mussten wir einen Weg finden, der den Stress beider Parteien mindert. So habe ich mich z.B. immer mit ins Bett gelegt. Anfangs weinte Lilly weiterhin noch viel, lies sich aber relativ schnell beruhigen und schlief friedlich und vor allem ohne hohem Adrenalinspiegel ein. Das ganze ging einige Wochen so, bis ich sie eines Mittags ins Bett legte, sie streichelte, ihre Musikuhr anmachte und sie friedlich, ohne zu weinen einschlief. Es war ein wundervolles Gefühl. Seitdem klappt das „schlafen gehen“ wirklich gut und vor allem entspannt.

20160301_154507

 

Kennt ihr diese Probleme? Wie seit ihr damit umgegangen???

 

Lillys 12 Monats Update

Jetzt ist unsere kleine Maus schon 12 Monate alt. Wahnsinn oder? Aus meinem kleinem zerbrechlichem Wunder , das mal gerade 380 Gramm auf die Waage gebracht hat, ist ein wunderbares Baby geworden.

Heute möchte ich euch einen kleinen Einblick in die Entwicklung unserer Maus geben.

Am 11. September ist Lilly 1 Jahr alt geworden. Von diesen 12 Monaten war sie 6 Monate im Krankenhaus. Sie hat alles gegeben und dem Tod mehr als einmal in die Augen gesehen. Das alles ist vorbei.

20160111_094440

Denn Lilly……

  • wiegt mittlerweile 6Kg
  • ist 64cm groß
  • ist ein absoluter Sonnenschein und lacht sehr viel
  • kann sich mittlerweile vom Bauch auf den Rücken und anders herum drehen
  • kein Gegenstand ist vor ihr sicher, sie nimmt ALLES! in den Mund
  • kann ganz klar signalisieren, was sie will und was sie nicht will
  • macht Ja,Ja, ja und Nein, Nein,Nein mit dem Kopf nach –> das ist einfach zu süß.
  • dreht durch wenn sie ihre Schwester sieht oder auch nur hört
  • isst mittlerweile dreimal täglich Brei, wobei das ein sehr spezielles Thema ist, auf den ich in einem weiteren Blogpost noch eingehen werde20160728_120813
  • hat bisher (klopf auf Holz) keine Probleme mit ihrem VP Shunt
  • das“ Kopf halten“ in Bauchlage klappt immer besser, fällt ihr aber noch schwer
  • schläft sehr viel ( Nachts durch, mittags ca 3 Stunden) –> dazu wird es auch noch ein Blogpost geben
  • die Hand-Augen Koordination funktioniert gut, genau so wie das übergreifen

 

20160710_125321

dsc01515

So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick in die Entwicklung von Lilly bekommen. Wenn man bedenkt, das sie erst sieben Monaten Zuhause ist, ist das eine ganz gute Leistung die sie erbracht hat.

Jetzt noch ein Tipp an all die Frühcheneltern unter euch… gebt euren kleinen Mäusen Zeit und vor allem setzt euch nicht unter Druck. Euer Kind wird sich entwickeln, aber in eigenem Tempo. Vergleicht sie nicht mit anderen Kindern, die z.B. in der selben Schwangerschaftswoche geboren sind. Es bringt nichts, außer Stress und Unzufriedenheit.

 

30 Facts about me

Ihr lieben, ich habe mal ein paar Fakten über mich aufgeschrieben, damit ihr mich ein wenig besser kennenlernen könnt. Viel Spaß beim lesen.

20160221_143353

  1. Ich bin 28 Jahre alt
  2. Ich habe drei Ausbildungen gemacht. –> Sozialassistentin, Erzieherin und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (früher Kinderkrankenschwester), wobei ich die Ausbildung zur Erzieherin aufgrund meiner Schwangerschaft abgebrochen habe.
  3. Ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann zusammen und davon 2 Jahre verheiratet.DSC_1345sw
  4. Ich habe zwei Töchter.
  5. Ich hasse Spinnen und werde immer hysterisch, wenn ich eine sehe.
  6. Ich liebe Süßigkeiten, ohne geht es einfach nicht.
  7. Ich kämpfe seit Jahren gegen meine Pfunde, –> warum wohl????? 🙂
  8. Ich liebe Überraschungen
  9. Ich habe extreme Höhenangst, gehe aber trotzdem überall hoch.
  10. Ich liebe Freizeitparks.
  11. Ich bin ein absolutes „gutes Wetter Kind“. Es darf nur nicht regnen.
  12. Ich liebe Kaffee.20151202_160031
  13. Seit meiner zweiten Schwangerschaft vergesse ich alles, wenn ich es nicht aufschreibe.
  14. Ich habe meinen Schwangerschaftstest in einen großem Einkaufsladen gemacht. Die Klodame war sehr irritiert, als ich wie eine irre gekreischt habe. (Eine wirklich lustige Geschichte)IMG-20150515-WA0000
  15. Ich nehme mich manchmal selbst nicht ernst.
  16. Ich liebe Ordnung, bin trotzdem total chaotisch 🙂
  17. Ich liebe Friseurbesuche und das schwedische Einrichtungshaus.
  18. Ich bin sehr emotional.
  19. Ich liebe meine Spülmaschine.
  20. Ich hasse Dunkelheit.
  21. Ich möchte ganz bald ein Eigenheim haben.
  22. Ich tanze in einem Karnevalsverein.
  23. Ich liebe Schuhe.
  24. Ich liebe große Autos.
  25. Ich bin eine Tragemami.
  26. Ich bin eine absolute Befürworterin von Familienbetten.
  27. Ich würde gerne YouTube machen, trau mich aber nicht.
  28. Ich liebe die Natur.
  29. Ich hatte eine beschissene Kindheit.
  30. Ich würde gerne groß und weiß heiraten und unsere Flitterwochen auf den Malediven verbringen, aber mit meinen Mädels.

Ja, ich bin depressiv!!!!!

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das noch sehr oft totgeschwiegen wird, aber so oft vertreten ist.

 

Ich glaube, der ausschlaggebende Punkt kam, als ich unser Babywunder nicht mehr stillen durfte/sollte. Ich hab mich noch schlechter gefühlt, weil ich dachte, das mir jetzt auch noch das letzte „normale“ genommen wird. Klar wusste bzw. verstand ich, das meine Milch mittlerweile zu dünn war und auch das anreichern mit Spezialnahrung nichts mehr brachte. Doch ich konnte und wollte es nicht wahr haben.

20160629_095429

Ich dachte immer, das nach der Entlassung ALLES besser werden würde. Dieser Gedanke täuscht!!!! Nach der Entlassung fängt es erst richtig an. Man kommt zur Ruhe und hat somit genügend Zeit nachzudenken. Jetzt fängt man erst mal an, die ganzen Geschehnisse zu realisieren, begleitet mit großen Schuldgefühlen.

Ich habe in den letzten vier Monaten die unser kleines Wunder jetzt zu hause ist, so viel geweint. So viel habe ich zuvor noch nie geweint. Ich kann es auch nicht steuern, es kommt beim kochen, beim putzen oder beim spielen usw. Mittlerweile bin ich davon auch nur noch genervt.

20160629_094222

Aber was soll ich machen???

Diese Zeit war mit Abstand die schlimmste Zeit meines Leben!!!

Irgendwann hab ich gemerkt das es so nicht weitergehen kann und begab mich in professionelle Hände. Dort merkte ich schnell, das dieser Schritt nichts für mich ist. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, es mag sein, das es anderen hilft, mir half es nicht. Jeder der mich kennt, weiß das ich ein absoluter Realist bin und an den letzten Monaten nichts gutes finden kann.

Somit kann ich auch nichts mit den Worten :“Heute Abend schnappen sie sich ihren Mann und gehen lecker essen und machen sich einen Schönen Abend“ anfangen.

Was soll nach diesem Abend anders sein??? Kommen wir wieder und es ist nichts passiert? Ist unser kleines Mädchen ein am Termin geborenes Kind? Musste ich keinen Kaiserschnitt über mich ergehen lassen? Kann ich mein Kind stillen, so wie es jede Frau tun kann?

NEIN!!!!!

Was nützt mir dieser Abend dann???? Ich glaube, dieser Abend würde meine Schuldgefühle nicht bessern können.

Es gibt jedoch etwas , das mir ein wenig geholfen hat. Dies möchte ich an euch weiter geben.

Geht mit euren Schätzen baden oder duschen, so wie ihr es am liebsten mögt. Danach legt ihr euch gemütlich und nackt ins Bett. Legt euch eure Kinder auf die Brust und deckt euch gut zu, so das keiner friert. Wenn ihr es mögt könnt ihr vorher noch Kerzen anmachen, von Musik rate ich jedoch ab. Wenn ihr einen gemütlichen Platz gefunden habt und ihr euch wohl fühlt, erzählt ihr euren Kindern all die Dinge die passiert sind. Ich habe der kleinen zum Beispiel alles vom Schwangerschaftstest zu diesem Moment erzählt. Natürlich habe ich geweint und mich tausendmal bei meinem kleinen Wunder entschuldigt. Hab ihr auch erklärt, das ich das alles nicht wollte. Die kleine Maus war die ganze Zeit ruhig und hat mich angeschaut. Am Ende schenkte sie mir ein lächeln und schlief ein.

Sucht euch Hilfe und andere Betroffene, denn wir sind nicht alleine!

20160623_134719-1

Eure Conny

und plötzlich ist die Elternzeit vorbei!….

Seit Karnevalsonntag ist unser Babywunder mittlerweile Zuhause und wir genießen unser Familienzeit endlich zu viert.

Plötzlich kam der Gedanke auf, das im September die Elternzeit schon vorbei ist. Ok, wir haben erst April, aber bis September sind es noch nicht mal mehr fünf Monate.

20160312_145446-1

Schock kam in mir auf. Was nun?!

Das ist doch schon gemein oder? Da kämpft man sechs Monate Tag und Nacht um das Leben des Kindes und kaum haben wir alles überstanden und dann soll man wieder arbeiten gehen. UNGLAUBLICH!

20160120_105849

Ich frage mich, wie es den Eltern geht, die noch länger im Krankenhaus bleiben müssen als wir. Gehen sie direkt wieder arbeiten? Wenn ja, kommt ja noch eine zusätzliche Belastung hinzu. Das kann doch nicht richtig sein. Aber was soll man auch machen, entscheidet man sich dagegen, bedeutet das im schlimmsten Fall ARBEITSLOSIGKEIT. Wenn man in dieser Situation einen starken Partner an seiner Seite hat, kann dieser zwar für den Unterhalt der  Familie sorgen, aber was ist mit den ganzen alleinerziehenden Mamis? Die haben keine andere Wahl.

20160416_165233

Es müsste doch möglich sein, ein Gesetz zu entwerfen, das Frühcheneltern in so einer Situation entlastet. Wie soll so ein Gesetz aussehen?

  • Elternzeit geht im Falle einer extremen Frühgeburt länger? –> Das kostet zu viel Geld, höre ich schon die Finanzminister schimpfen.
  • Eltern können erst in Elternzeit gehen wenn das Kind entlassen wird? –> Da frage ich mich, wie das funktionieren soll.  Wie soll das Leben während des Krankenhausaufenthalts finanziert werden? Um arbeiten zu gehen, hat man keinen klaren Kopf und ist körperlich einfach nicht dazu in der Lage. Hinzu kommt, das den Eltern dann die nötige Zeit für ihre Kinder fehlen würde. Zeit, die so wichtig für alle beteiligten ist.

20160308_083754-1

Ich bin ratlos! Mir fehlen weitere Vorschläge wie man so eine Situation lösen könnte. HABT IHR WELCHE?

Fakt ist, ich werde ab September nicht arbeiten gehen. Mein Babywunder ist da mal gerade 6 Monate Zuhause und benötigt noch so viel Liebe. Diese Liebe soll sie von mir bekommen und nicht von einer Tagesmutter oder Erzieherin.

20160415_163441

Wie denkt ihr über diese Situation? Habt ihr Vorschläge? Seit ihr auch mal in so einer Situation? Wie habt ihr euch entschieden?

Ich freue mich auf eure Kommis 🙂

Eure Conny

Erster Familienurlaub zu viert

20160401_162138

Ach, was war ich aufgeregt als klar war, das wir einen Kurzurlaub machen werden. Babywunders erster Urlaub. Ich habe unsere Hebamme gefühlte 10 mal gefragt, ob wir wirklich fahren sollen und auch unsere Kinderarzt bekam uns mehrfach zu sehen.

Ich war mir so unsicher. Was wäre, wenn der Shunt Probleme macht? Sind wir schnell in einer Klinik? Wo ist die nächste Klinik? Ist die Klinik gut? Ist eine Kinderintensiv bzw. Kinderärzte vor Ort? Sind Neurochirugen vor Ort? Was müssen wir alles mitnehmen? Ist der Kurzurlaub vielleicht zu stressig für das Babywunder?

Ich könnte noch einige Fragen mehr aufschreiben, die ich mir immer wieder gestellt habe.

20160401_170015

Unser Urlaubziel war 1,5 Stunden von unserer Heimat entfernt, was mir sehr wichtig war. Ich wollte nicht mehr als 2 Stunden Fahrzeit haben, das war meine Bedingung.

Um für alle Situationen vorbereitet zu sein haben wir uns erkundigt, wo das nächste Krankenhaus mit Kinderintensiv ist und ich habe mir die Adresse und Telefonnummer gespeichert.

Die Koffer waren gepackt und ja, ich habe viel zu viel eingepackt. Geht das nicht jeder Frau so?

Der Hauptgrund, warum wir so kurzfristig in den Urlaub gefahren sind, ist, das wir in unserem Alltag sehr viel zu tun haben und als Familie kaum Zeit zusammen hatten. Außerdem haben wir ja auch noch die große Maus, die in letzter Zeit oft zu kurz gekommen ist.

Das sollte sich ändern, also fuhren wir los.

Das Babywunder hat die komplette Autofahrt geschalfen und war bester Laune.

20160402_164851

In Holland angekommen wurde das Auto ausgepackt und das Babywunder ins Tragetuch gepackt, damit wir den Park erkunden konnten. Am nächsten Tag war Mama/große Tochter Tag. Wir haben es so genossen. Wir waren im Schwimmbad, in dem eine Wildwasserbahn war und was soll ich sagen? Es hat so viel Spass gemacht. Die kann ich nur empfehlen. Die Große hat es natürlich genossen, meine volle Aufmerksamkeit zu haben. Ich kann es generell jedem Elternteil empfehlen, einfach mal Zeit nur mit dem großen Geschwisterteil zu verbringen, es gibt so viel zurück.

In den nächsten Tagen wurden das Tiergehege besucht und die Tiere gefüttert, Gocard gefahren, Spielplätze beklettert, MiniGolf gespielt, Orry and Friends besucht und sehr viel gegessen.

20160401_163410

 

20160401_163520

 

20160401_194833

 

20160402_172532

Es war einfach wunderschön und wir werden es auf jedenfall nochmal machen.

Ab wann seit ihr mit euren Kindern in den Urlaub gefahren, und wohin? Wie weit seit ihr gefahren? Was habt ihr alles mitgenommen?

Ich freue mich auf eure Kommis 🙂

 

Eure Conny

Was kann ich tun???

Ich hab in den letzten Wochen einige Mails von Angehörigen bekommen, die Rat suchen wie sie mit Frühcheneltern umgehen sollen und wie sie ihnen helfen können.

Eine Frühgeburt kommt meistens plötzlich und man hat kaum die Möglichkeit sich auf diese Situation vorzubereiten.

Wie auch? Man kann es sich überhaupt nicht vorstellen was da auf einen zu kommt.

weiterlesen

Es war doch nur ein Kaiserschnitt……

Diesen Satz habe ich in den letzten Monaten, seit dem unser Babywunder geboren ist, schon oft gesagt bekommen. Für mich war er definitiv mehr als nur ein Kaiserschnitt!

DSC00964

weiterlesen

Was kann man als Eltern tun, wenn das Frühchen geboren ist?

Als unser Babywunder geboren wurde war ich völlig vor den Kopf gestoßen und ich kam mir so nutzlos vor, den fortan lag das kleine Mädchen abgeschottet im Inkubator und konnte nicht bei mir sein. Dieses Gefühl ist sehr schlimm und ich stellte mir die Frage, was ich denn für unser Wunder tun könnte. Lasst euch gesagt sein, es gibt so viel was ihr für eure Mäuse tun könnt.

1.Lasst eure Kinder gehen wenn sie es wollen!

Einige werden jetzt verwundert sein, aber genau das habe ich getan. Eine Woche nach der Geburt des Babywunders, nachdem ich die ganze Situation realisiert habe, stand ich am Inkubator meines Kindes und legte meine Hände an ihr Köpfchen und Füßchen. Dies war wieder ein Tag, an dem sie viele Sättigungsabfälle und Bradykardien gemacht hatte. Ich hab mir da Gedanken gemacht, ob das, was mit dem Babywunder passiert, richtig ist oder ob wir sie nicht gehen lassen sollen. Was ist wenn sie das alles nur aushält, weil ich mir das so doll wünsche. Ich fasste einen entschluss und sprach zu ihr:

Meine kleine Maus, mir tut das so unendlich Leid was du hier alles ertragen musst. Ich hätte mir das so sehr anders gewünscht. Wenn du das alles nicht erträgst und keine Kraft mehr hast, dann geh. Ich lasse dich gehen. Aber wenn du die Kraft hast und es genau so willst wie wir dann kämpf, wir werden bei dir sein und dich unterstützen und mit dir kämpfen.

Ich musste einfach das Gefühl los werden, das sie nur für uns kämpft und ja, danach fühlte ich mich ein wenig besser

20151216_094414

2. Stillen

Das stillen ist bei so extrem kleinen Frühchen natürlich nicht möglich, daher blieb mir nichts anderes übrig als täglich alle vier Stunden die Milch ab zu pumpen. Und ja, ich hab es zeitweise so verflucht. Nicht weil ich es nicht gerne gemacht habe, sondern weil ich die Zeit, die ich fürs pumpen brauchte, nicht bei unserem Kind sein konnte. Trotzdem habe ich es gemacht und bin auch ein wenig stolz auf mich, das ich es bis heute durchziehe. Muttermilch ist das gesündeste, was wir Mütter unseren Kindern geben können und gerade für Frühchen, die noch einen sehr unreifen Magen-Darmtrakt haben, ist es noch viel wichtiger. Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe, aber ich hatte direkt nach dem Kaiserschnitt Muttermilch, und das nicht gerade wenig ( pro Brust 20 ml). Die Ärzte waren begeistert und ich hatte das Gefühl, was richtig wertvolles für mein Kind tun zu können.

3. Muttermilch nuckeln lassen

Ihr werdet euch jetzt fragen, wie das gehen soll, den so kleine Kinder können ja nicht saugen oder an einer Flasche nuckeln. Ja , das stimmt. Deswegen haben wir unserem Babyunder Muttermich auf ein Ohrstäbchen gemacht und ihr diesen in den Mund gegeben, woran sie dann saugen konnte. Sie hat es geliebt und sie kam in den Genuss der so wertvollen Muttermilch.

4. Sprecht mit euren Kindern und legt die Hände auf

Wir haben bei jedem Besuch unserer Tochter unsere Hände auf sie gelegt, damit sie spüren kann das wir da sind. Wir wollten ihr einfach ein wenig das Gefühl von Geborgenheit geben, damit sie sich in ihrem Inkubator nicht so alleine fühlt. Dies haben wir zum Beispiel auch ihr große Schwester machen lassen, denn die kannte sie ja auch aus dem Bauch.

20151001_125653-2

5. Känguruhen

Eine weiterer und kostbarer Bestandteil in der Versorgung von Frühgeborenen. Es ist der erste intensive Kontakt, den ihr mit euren, doch noch fremden Kindern, machen könnt. Habt keine Angst davor und genießt es, den es fördert…..

  • die eigene Körpertemperatur des Kindes zu regulieren
  • die Eltern- Kind- Bindung
  • ermöglicht erholsamere Schlafphasen und somit weniger Unruhephasen fürs Kind
  • die Wachstums- und Gewichtszunahme des Kindes
  • die Still- und Laktationsrate
  • stabilisiert die Vitalparameter
  • die Natürliche Entwicklungsumgebung
  • einen verkürzten Klinikaufenthalt

Das Kanguruhen haben wir genossen und es ist einfach wunderschön! Traut euch, ihr werdet es nicht bereuen.

20151120_191906-1 20151107_124207

6. Bringt eine Spieluhr oder ähnliches mit zu eurem Kind

Wir haben eine Spieluhr, die unser Babywunder aus ihrer Bauchzeit kennt auf den Inkubator gelegt. Somit hatte sie wieder etwas vertrautes, das ihr bekannt vorkam. Wenn ihr die Möglickeit habt, eure Stimmen aufnehmen zu können, dann macht das ruhig, es wird euren kleinen helfen.

20151104_180642

7. Baut Rituale auf

Als wir zu unserem Babywunder gekommen sind haben wir als erstes unsere Hände auf Kopf und Füße gelegt und haben mit ihr gesprochen und ihr gesagt, das wir jetzt da sind. Wir haben ihr ein wenig von dem Tag erzählt und von den Dingen, die ihre große Schwester gemacht und erlebt hat. Als die Zeit gekommen war, in der wir nach Hause fahren mussten, haben wir nach der Versorung den Inkubator zugedeckt und ihre Musikuhr angemacht. Und was soll ich sagen, diese Uhr beruhigt sie heute noch.

 

Es gibt wahrscheinlich noch einige Dinge mehr die ihr für eure Kinder tun könnt, die ich hier nicht augezählt habe. Traut euch. Wenn ihr euch unsicher seit oder unwohl fühlt sprecht das Personal auf der Station an, die haben immer ein offenes Ohr, selbst wenn ihr ein und die selbe Frage mehrmals stellt 🙂

20151120_183512

 

Ihr lieben, ich hoffe euch hat dieser Blogpost gefallen. Was habt ihr bei euren kleinen Wundern gemacht? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Lg

Ist das Kind gesund?……

Seit dem wir im September unsere kleine Lilly geboren haben, ist die meist gestellte Frage an uns Eltern, ob Lilly denn gesund sein wird oder eine Behinderung davon tragen wird. Anfangs haben wir die Frage noch beantwortet, denn Sie hat keine Behinderung. Natürlich war dies nicht von Anfang an klar, aber wir haben es immer gehofft. Sie ist einfach unser großes Wunder, ich sage es immer wieder.

20160206_162139

weiterlesen

Seite 1 von 2

Läuft mit WordPress & Theme erstellt von Anders Norén