Frühchenwunder

Ihr nennt es Chaos? Wir nennen es Normal!

und plötzlich ist die Elternzeit vorbei!….

Seit Karnevalsonntag ist unser Babywunder mittlerweile Zuhause und wir genießen unser Familienzeit endlich zu viert.

Plötzlich kam der Gedanke auf, das im September die Elternzeit schon vorbei ist. Ok, wir haben erst April, aber bis September sind es noch nicht mal mehr fünf Monate.

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Schock kam in mir auf. Was nun?!

Das ist doch schon gemein oder? Da kämpft man sechs Monate Tag und Nacht um das Leben des Kindes und kaum haben wir alles überstanden und dann soll man wieder arbeiten gehen. UNGLAUBLICH!

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Ich frage mich, wie es den Eltern geht, die noch länger im Krankenhaus bleiben müssen als wir. Gehen sie direkt wieder arbeiten? Wenn ja, kommt ja noch eine zusätzliche Belastung hinzu. Das kann doch nicht richtig sein. Aber was soll man auch machen, entscheidet man sich dagegen, bedeutet das im schlimmsten Fall ARBEITSLOSIGKEIT. Wenn man in dieser Situation einen starken Partner an seiner Seite hat, kann dieser zwar für den Unterhalt der  Familie sorgen, aber was ist mit den ganzen alleinerziehenden Mamis? Die haben keine andere Wahl.

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Es müsste doch möglich sein, ein Gesetz zu entwerfen, das Frühcheneltern in so einer Situation entlastet. Wie soll so ein Gesetz aussehen?

  • Elternzeit geht im Falle einer extremen Frühgeburt länger? –> Das kostet zu viel Geld, höre ich schon die Finanzminister schimpfen.
  • Eltern können erst in Elternzeit gehen wenn das Kind entlassen wird? –> Da frage ich mich, wie das funktionieren soll.  Wie soll das Leben während des Krankenhausaufenthalts finanziert werden? Um arbeiten zu gehen, hat man keinen klaren Kopf und ist körperlich einfach nicht dazu in der Lage. Hinzu kommt, das den Eltern dann die nötige Zeit für ihre Kinder fehlen würde. Zeit, die so wichtig für alle beteiligten ist.

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Ich bin ratlos! Mir fehlen weitere Vorschläge wie man so eine Situation lösen könnte. HABT IHR WELCHE?

Fakt ist, ich werde ab September nicht arbeiten gehen. Mein Babywunder ist da mal gerade 6 Monate Zuhause und benötigt noch so viel Liebe. Diese Liebe soll sie von mir bekommen und nicht von einer Tagesmutter oder Erzieherin.

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Wie denkt ihr über diese Situation? Habt ihr Vorschläge? Seit ihr auch mal in so einer Situation? Wie habt ihr euch entschieden?

Ich freue mich auf eure Kommis 🙂

Eure Conny

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Ja, ich bin depressiv!!!!!

  1. Tamara

    Es ist ja wie du sagst, dass nur einer arbeiten geht, muss man sich auch erstmal leisten können, denn leider wird nicht jeder Job so gut bezahlt, dass man damit eine ganze Familie ernähren kann und erst recht nicht in der Pflege.
    Ich hätte für dich höchstens die Idee, es mit einer 50% Stelle oder auf 450€ Basis zu versuchen. Dann wären es nur ein paar Tage…
    Aber du hast recht, es ist total schwer Familie und Job da irgendwie unter einen Hut zu bekommen…
    Und noch eine Frage aus Interesse: Wäre es denn überhaupt möglich, dass Lilly zu einer normalen Tagesmutter könnte? Also wegen dem Shunt und weil ich mir vorstellen könnte, dass die Person die sie betreut ja schon einen professionellen Blick auf sie haben sollte. Wäre es dann nicht sinnvoll oder möglich dass ein Pflegedienst kommen könnte und das eine bessere Alternative als eine Tagesmutter wäre?

    • Conny Usling

      Hallo, ja die Tagesmutter müsste im besten Fall eine zusätzliche Weiterbildung o.ä haben. Ich kann es aber nicht übers Herz bringen sie 6 Monate nachdem sie Zuhause ist abzugeben. Dazu bin ich noch nicht bereit.

  2. Jill

    Hallo. Der Post ist zwar schon älter, aber ich wollte trotzdem noch gerne etwas dazu schreiben.
    Ehrlich gesagt bin ich gerade sprachlos und entsetzt. Bisher war mein Wissensstand nämlich, dass der Mutterschutz bei Frühchen um die Zeit, die sie zu früh kamen, verlängert wird, sprich man trotzdem nach der Geburt so viel Zeit hat wie Mütter von terminnah geborenen Kindern auch. Und die Elternzeit beginnt dann im Anschluss.
    Wenn das wirklich anders ist, wäre das eigentlich die Lösung, die angestrebt werden sollte. Leider hilft dir das in deinem Fall auch nicht, aber vielen anderen (zukünftigen) Frühcheneltern könnte man so so viel Belastung abnehmen.
    Habt ihr denn nun schon eine Lösung für euch gefunden?
    Liebe Grüße

    • Conny Usling

      Hallo Jill,
      nein leider beginnt die Elternzeit direkt mit der Geburt des Kindes, was ich extrem Schade finde. In unserem Fall bedeutet dass, unsere Maus mal gerade 6 Monate Zuhause ist, wenn meine Elternzeit beendet ist. Mich macht das einfach unendlich traurig, zeigt aber wie „sozial“ bzw Familienfreundlich Deutschland ist.
      Wir haben noch keine Lösung gefunden aber wir werden bestimmt eine finden, ohne das ich mein kleines Wunder abgeben mss. 😉
      Viele Liebe Grüße

      • Holly

        Hallo Conny,
        warst du vorher in Beschäftigung? Dann hättest du deine Elternzeit auch erst nach Ende des Mutterschutzes einreichen können. Mutterschaftsgeld bekommst du dann ja eh und im Anschluss erst Elternzeit. Das ist ein Trick, um das Jahr besser nutzen zu können.
        Ich finde es schon nicht verkehrt, wie es in Deutschland geregelt ist. Früher gab es gar kein Geld vom Staat und in anderen Ländern müssen Eltern auch allein klarkommen.
        Auch der Vorschlag mit der längeren Elternzeit bei Frühchen sehe ich skeptisch. Andere Eltern von schwerkranken Kindern, welche zum Termin geboren wurden, würden sich auch eine längere EZ wünschen.

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